Zur Geschichte des Obstanbaus in Reddelich

von Ulf Lübs im Januar 2016

Obstanbau in Reddelich hat Tradition. Zwar lässt sich gewerblicher Obstanbau erst ab Anfang des 20. Jahrhunderts belegen. Es gibt aber starke Indizien, dass dieser bereits früher eine Rolle bei uns gespielt hat.
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Zur Geschichte der Bauern im Gebiet des Klosters Doberan

von Reinhold Griese
Die ersten Mönche kamen 1171 nach Althof. Im Jahr 1186 wurde nach dem Untergang des Klosters in Althof das Kloster Doberan gegründet. Zu dem Klostergebiet gehörten die wendischen Dörfer Althof, Parkantin (Parkentin), Doberan, Petucha (Hohenfelde), Stulue (Stülow), Raducle (Reddelich), Crupelin (Kröpelin), Wils-na (Wilsen) und vier Dörfer in Cub-anze, die nicht eindeutig bestimmt werden können. Mit den Mönchen kamen Siedler, tüchtige deutsche Bauern aus Westfalen, Friesland, Niedersachsen und auch aus Schleswig Holstein. Diese vermischten sich mit der wendischen Urbevölkerung oder gründeten eigene Dörfer, indem sie den Wald rodeten. So entstanden die Hagendörfer zwischen Doberan und der Warnow.
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Nachtwächter in den Dörfern

von Ulf Lübs (Text) und Axel Kähler (Recherche)

Von Nachtwächtern dürfte wohl jeder halbwegs historisch Interessierte schon einmal gehört haben. Zumeist wohl in historischen Romanen und Filmen. Dort sind Nachtwächter zumeist Nebenfiguren, die nachts durch die dunklen Gassen der Städte patrouillierten und die Zeit ausrufen. An ihnen wird oft viel Spott und Häme abgearbeitet. Wird jemand als Nachtwächter bezeichnet, ist das nicht unbedingt nett gemeint. Dieser Begriff steht heute für leicht vertrottelt, schlafmützig und etwas begriffsstutzig. Dieser Nimbus hat sicher etwas mit der Außenseiterrolle der Nachtwächter zu tun. Auch übten wohl nicht immer die handwerklich geschicktesten und geistig hellsten Zeitgenossen diesen Beruf aus. Aber wie war das auf dem Lande, gab es in den Dörfern auch Nachtwächter?
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Moehlenbäk, Molkereibach, Bollhagener oder doch Bollhäger Fließ?

Von Ulf Lübs

Im Hundehäger Wald gibt es mehrere Quellen, denen ganzjährig Wasser entspringt. Bis zum 19. Jahrhundert lief dieses Wasser in die nördlich des Waldes gelegenen Wiesen und Moore. Gemeinsam mit Regen- und Schneeschmelzwasser entstand eine Sumpf- und Niederungslandschaft, die heute jeden „Hardcore-Naturschützer“ in Verzückung versetzen würde. Den zeitgenössischen Bauern war dies jedoch eine gewaltige Ressourcenvergeudung.
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Maße und Mengen im 18. und 19. Jahrhundert

Aus der Sichtweise des heutigen, globalisierten Weltbürgers waren die früheren Maßeinheiten äußerst verwirrend in ihrer Vielfalt und Herleitung. Hat doch fast jeder Herrscher von seinem „Recht von Gottesgnaden“ zu willkürlichen Entscheidungen auch bei der Festlegung von Maßen und Mengen rege Gebrauch gemacht. So zählt das Onlinelexikon Wikipedia alleine für das Längenmaß Meile 68 Unterscheidungen auf, die von 1.482 Meter für eine Römische Meile bis 11.299 Meter für eine Norwegische Meile reichen. Diese Vielfalt findet man auch bei anderen Maßen, wie Massen, Flächen, Volumen, Gewichte, Geld usw.
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Über die Topografie Reddelichs und Brodhagen

Von Ulf Lübs (Recherche und Layout) und Ulrich Bernau (fachliche Beratung)

Unsere Gemeinde, bestehend aus den Dörfern Reddelich und Brodhagen, liegt zwischen den Städten Bad Doberan und Kröpelin, eingebettet in die mecklenburgische Moränenlandschaft am Südostrand der Kühlung. Die 9,3 Quadratkilometer Gemeindefläche werden im Nordosten von den Feuchtwiesen der Conventer Niederung, im Osten von den Waldflächen des Doberaner Kellerswaldes und den Feldrainen der Stülower- sowie Glashäger Gemarkung flankiert. Von Südosten bis Nordwesten bilden die Ränder des Retschower Forstes und des Hundehäger Waldes die Grenzen der Gemeindeflur, während zwischen Nordwesten und Norden mal der Bachlauf der Moehlenbäk und sonst Feldränder die natürlichen Grenzen zu Steffenshagen sind. Auch im Süden, zwischen Kellerswald und Retschower Forst bildet die Winnebäk, ein kleiner Bach, eine natürliche Grenze zu unseren Nachbarn.
Der höchste Punkt im Gemeindegebiet liegt mit 92 Metern am Snakenbarg an der Grenze zum Retschower Forst. Am tiefsten Punkt verlässt das Bollhäger Fließ auf einer Höhe von cirka 11 Metern das Gemeindeterritorium. Diese etwa 80 Meter Höhenunterschied sind ein Garant für ein landschaftlich reizvolles Oberflächenrelief.
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Pferdezucht in Reddelich

Wie in anderen Landesteilen auch, war für die Bauern unserer Gemeinde die Pferdezucht eine der anspruchsvollsten Spzialisierungsrichtungen, aber auch eine der lukrativsten. Pferdezucht war im Mecklenburg des 18. Jahrhunderts geprägt von einer großen Nachfrage nach den robusten und universell einsetzbaren Pferderassen, die für unsere Region charakteristisch waren.
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Die Stände im domanialen Herrschaftsbereich Mecklenburgs

Die Guts- und Domänenpächter im Mecklenburg des Betrachtungszeitraumes genossen ein hohes Ansehen, waren die Pachtbedingungen doch so hoch angelegt, dass nur finanzkräftige Adlige oder Bürger sich eine Gutshofpacht, die auf meist 20 Jahre ausgelegt war, leisten konnten. Im Gegenzug waren die Mecklenburger Güter durch ihre Größe und potenzielle Ertragskraft sehr begehrt.
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