Die Geschichte der Brodhäger Kalkbrennerei

Von Reinhold Griese (Recherche), Ulf Lübs (Text, Layout)

Die Brodhäger Kalkbrennerei kann schon eine bemerkenswerte Geschichte aufweisen. Einerseits eine unterschätzte Industrieanlage (Siehe Artikel), anderseits nicht leistungsfähig genug, seine Betreiber ausschließlich von der Kalkbrennerei zu ernähren. Daher war der Betrieb lange Zeit Teil der Domäne.
1873 wurde der Kalkbrennerei Land zur Landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zugegeben, und der Pächter somit Büdner, auch wenn das Anwesen erst später offiziell als Büdnerei geführt wurde.
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Letzte Änderung: 22. Februar 2015; Kapitel: Die Kalkbrennerei; Schlagwörter: , , , ,

Jubiläum! Bauernrennen 200 Jahre alt

… wagte die OZ am 26. Juli 2007 einen Ausflug in die Geschichte.
Gefunden von Klaus Kretschmann aus Reddelich.
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Letzte Änderung: 30. Mai 2015; Kapitel: Pressespiegel; Schlagwörter: ,

1870 bis 1871: Deutsch – Französischer Krieg mit der Beteiligung mecklenburgischer Truppen

Den Franzosen wurden als Kriegsverlierer gewaltige Reparationszahlungen auferlegt. Diese sorgten in Deutschland für einen bislang nie dagewesenen Bauboom. Auch das Schweriner Herzoghaus nutzte den Geldsegen zum Ausbau der domanialen Infrastruktur. Viele Gutshäuser und Wirtschaftsgebäude stammen aus dieser Zeit.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1868: Beitritt Mecklenburgs zum Deutschen Zollverein

Die Konsequenzen für Reddelich und Brodhagen müssen noch recherchiert werden.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1868: „Maaß- und Gewichtsverordnung“ trat in Mecklenburg in Kraft

Mecklenburg musste sein Maßsystem dem des Norddeutschen Bundes anpassen. Maße und Gewichte nach dem metrischen System wurden verbindlich.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1867: Büdner durften Land kaufen.

Ein weiteres Zugeständnis des Herzoghauses, um den Menschen auf dem Lande eine Perspektive zu bieten.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1867: Volkszählung in Mecklenburg

Reddelich hatte 324 und Brodhagen 137 Einwohner.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1867: Verfassung des Norddeutschen Bundes trat am 25. Juni in Kraft.

In Folge dessen, musste Mecklenburg seine Rechtsnormen dem fortschrittlicheren Standard des Bundes anpassen.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1863: Einwohnerliste von Reddelich

Mit Stichtag Martini 1863 gab es in Reddelich:
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1860: Anordnung zur schnellen Vererbpachtung

Das Finanzministerium erließ am 20. April eine Anordnung zur schnellen Vererbpachtung der domanialen Bauernhöfe. Die Vererbpachtung sollte Dorfschaftsweise erfolgen. Ziel dieses Erlasses war die Schaffung eines unabhängigen Bauernstandes als sichere Grundlage für eine intensive Wirtschaftsführung auf dem Lande. Bis ende des Jahres waren 1272 Bauern in Mecklenburg Erbpächter und 4128 Zeitpächter. Bis zum Jahre 1875 war die Vererbpachtung im gesamten Domanium abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Vererbpachtung entstanden die Dorfgemeinden.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , , ,

1859: Aktualisierung des Reddelicher Flächennutzungsregister

Das aktualisierte Flächennutzungsregister haben wir für sie tabellarisch aufbereitet:
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , , ,

1858 wurde ein Flächennutzungsregister für Reddelich erstellt.

Diese Aufstellung haben wir tabellarisch aufbereitet: mehr …

Letzte Änderung: 18. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , ,

1857: statistische Erhebung über Reddelich

Reddelich lag an der Chaussee von Doberan nach Kröpelin und hatte einen Chausseegeldeinnehmer.
In Reddelich wohnten 342 Personen. Es gab 9 Halbhüfner, 10 Büdner, 4 Häusler, eine Schmiede und eine Schule.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1854: Durchführung von geologischen Untersuchungen am Kalkberg in Brodhagen

Es wurden reichliche Kalkvorkommen in guter Qualität festgestellt.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1853: Flächen zur Pachtung für Häusler wurden in Reddelich reserviert

Zur Verbesserung der Lebenssituationen von Einliegern und Häuslern wurden im September in Reddelich 6000 Quadratruten Ackerland als Pachtland ausgewiesen. Bei der Vergabe wurden Lage, Alter und Bedürfnis der Interessenten berücksichtigt. Die Einlieger oder Häusler, die im Dorfe wohnen, erhielten 185 bis 200 Quadratruten Land zur eigenen wirtschaftlichen Nutzung. Sie mussten einen Vorsteher wählen, der ihre „gemeinschaftlichen Verhältnisse und Obliegenheiten“ vertrat. Die Pachtdauer war auf 11 Jahre festgeölegt.

Letzte Änderung: 7. Januar 2014; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1852: Neubau einer Reddelicher Schule

Die neue Schule in Reddelich war ein massives Haus mit Steindach, dahinter Stall und Scheune mit Strohdach. Zur Schulstelle gehören 4 ha Ackerland, beim Gehöft eine Wiese von 54 ar und einen Garten von 13 ar. Das Gebäude besteht noch heute als Wohnhaus.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: ,

1851: Neuregulierung der Dorffeldmark von Brodhagen

In Brodhagen wurden im März neue Klassifizierungstabellen über die regulierten Flächen aufgestellt.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1851: Beginn der massenhaften Auswanderung nach Amerika

Die Auswanderung aus Mecklenburg war von 1850 bis 1890 eine Massenerscheinung. Von 1853 bis 1908 wanderten 120.000 Personen aus.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1848: Bürgerliche Revolution in Deutschland

In Mecklenburg wurden einige demokratische Freiheiten eingeführt, wie die Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung. Eine Repräsentativverfassung wurde verabschiedet. In Aktionen auf dem Lande wurden das freie bäuerliche Eigentum, die Reduzierung des Großgrundbesitzes und die Abgabe von Land an die Landarbeiter gefordert.
1850 wurden viele Errungenschaften durch den „Freienwalder Schiedsspruch“ wieder rückgängig gemacht.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1846: Erlass zur Ansiedlung von Häuslereien

Ein herzogliches Zirkular zur Ansiedlung von Häuslereien vom 18. Mai, sollte der zunehmenden Auswanderung begegnen. In Reddelich wurden ab 1851 Hauslereien errichtet. In Brodhagen blieb diese Siedlungspolitik bedeutungslos.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1846: Pachtvertrag für Reddelicher Hauswirte

Johanni erhielten die Reddelicher Hauswirte einheitliche Pachtverträge bis Johanni 1860 .
Die Hauswirte von Reddelich: Waack (Hufe I), Uplegger (Hufe II), Bull (Hufe III), Baade (Hufe IV), Kruth (Hufe V), Westendorf (Hufe VI), Frahm (Hufe VII), Daniel Baade (Hufe VIII), Schulze Baade (Hufe IX).

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1843: Beschwerde über die Reddelicher Schule

Johann Engel (geb. 1803), Chausseegeldeinnehmer im Chausseehaus (Hebestelle) bei Reddelich, beschwerte sich am 12. Juli über die Unzulänglichkeit der Schulbildung an der Dorfschule in Reddelich. Er würde seine Kinder lieber nach Doberan oder Kröpelin schicken, was nur genehmigt wird, wenn er trotzdem Schulgeld in Reddelich bezahlt.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1842 – 1847: Bau der Chaussee Rostock – Wismar

Im 19. Jahrhundert begann die herzogliche Verwaltung die im 16. Jahrhundert angelegten Kunststraßen zu befestigen. Nach dem Ausbau zu Kopsteinpflasteralleen wurden diese Straßen „Chaussee“ genannt. Refinanziert wurden diese Investitionen über Straßennutzungsgebühren. Reddelich lag an der Straße Rostock – Wismar und wurde „Mautstation“.
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Letzte Änderung: 21. Oktober 2015; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1842: Statistische Veröffentlichung über Reddelich

Reddelich hatte 251 Einwohner mit 9 Bauern, 7 Büdnern, Schmiede und Schuster.
An der Kunststraße nach Kröpelin befand sich ein Chausseehaus.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1841: „Versammlung deutscher Land- und Forstwirthe“ in Doberan

Dabei handelte es sich um eine deutschlandweite Großveranstaltung mit entsprechendem Rahmenprogramm. Der amtliche Bericht über die Veranstaltung im September, herausgegeben vom „Oeconomierathe Dr. Alexander von Lengerke, Professor in Braunschweig“, umfasst 400 Seiten.
Für Reddelich relevant ist zum einen die Nennung des Hauswirtes Waack (Andreas) als Besitzer eines Pferdes, das zum Rennen aufgestellt war.
Zum anderen die amtliche Feststellung, dass im Amtsgebiet Doberan die Wildschweine ausgerottet waren, was auch die Reddelicher und Brodhäger Bauern erfreut haben dürfte. [gefunden von Axel Kähler, Glashagen] mehr …

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1839: Vergütung für Kriegsschäden für 1806 – 1815

Im Jahre 1839 erhielt die Dorfschaft Reddelich für den Zeitraum 1806 – 1815 insgesamt 270 Reichstaler Entschädigung. Es gab eine Aufzählung der Bauernstellen und die Leistungen für besondere Lasten.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: ,

1834: Angaben über die Bewohner von Brodhagen und Reddelich

Brodhagen hatte 3 Vollhüfner, 5 Büdner, eine Kalkbrennerei aber keine Schule.
Reddelich hatte 9 Vollhüfner, 6 Büdner und eine Schule.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1827: Regulativ zur zur Einrichtung von Obstbaumschulen

Um den Obstbau in Mecklenburg zu forcieren erließ der Herzug am 24. Februar 1827 ein „Regulativ für die von den Schulmeistern zu übernehmenden Obstbaumschulen.“ Lehrer wurden nur noch eingestellt, wenn diese nachweisen konnten, dass sie im Obstbau befähigt waren. Bereits etablierte Schulmeister wurden verpflichtet, sich auf Kosten der Schulkasse unterweisen zu lassen. In den Domanialdörfern waren Obstbaumschulen anzulegen, die von den Schulmeistern betreut wurden. Die Schulkinder waren dort, am praktischen Beispiel, in Obstbau zu unterrichten. [Quelle: Archiv Axel Kähler]
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Letzte Änderung: 27. Januar 2016; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1822: Pachterlass für die Reddelicher Dorfschaft

Wegen massiven Ernteausfällen durch Hagelschäden wurde der Reddelicher Dorfschaft Pacht erlassen.
Später mussten sich Deutschlandweit in Hagelversicherungsvereinen gegen dieses Risiko versichern. Damit wurde eine ganze Branche begründet, die heute von Konzernen mit Milliardenumsätzen dominiert wird.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1822: Gründung eines Vereines zur Förderung der Pferdezucht in Mecklenburg

Mit dem Herzog als Schirmherren wurde der „Vereine zur Förderung der Pferdezucht in Mecklenburg“ gegründet, mit dem Ziel, das Land in der Pferdezucht wieder zu alter Größe und Bedeutung zu bringen. Im Kontext dieser Wirtschaftsförderung stand auch der Ausbau der Pferderennbahn zwischen Doberan und Heiligendamm zu einer professionellen Anlage mit überregionaler Bedeutung.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1820: Gesetz zur Aufhebung der Leibeigenschaft in Mecklenburg

Mit diesem Gesetz vom 18. Januar wurde eine längst überfällige Reform auch in Mecklenburg umgesetzt. Sie zog einen Wust an neuen Gesetzen und Regelungen im Land nach sich. Die Umsetzung wurde zu einem längeren Prozess, der sich über mehrere Jahre hinzog.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1819: Erste Volkszählung in Mecklenburg

Mecklenburg – Schwerin hatte am Stichtag, den 1. Dezember, 393.000, Mecklenburg-Strelitz 72.000 Bewohner. Die Ergebnisse für Reddelich und Brodhagen haben wir gesondert aufbereitet: mehr …

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , ,

1818 wurde ein Pachtvertrag für die Reddelicher Büdnerei 1 ausgestellt.

Der Reddelicher Büdner Hahn erhielt einen Pachtvertrag. Die Kopie des Originalvertrags ist ein gutes Beispiel für damalige Büdnerverträge: mehr …

Letzte Änderung: 18. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1818: Zusammenschluss von Kirchgemeinden der Region

Mit der Superintendentur Steffenshagen wurde vewaltungstechnisch umgesetzt, was längst gängige Praxis war.
Zum Kirchspiel Steffenshagen (Kirchenjurat M.Baade aus Reddelich) gehörten Klein -, Vorder-, und Hinterbollhagen sowie Brodhagen, Fulgen, Glashagen, Reddelich, Ober-, Nieder- und Meierei Steffenshagen, Stülow und Wittenbeck.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1817: Landneuordnung in Reddelich

Eine Regulierung der Feldmark von Reddelich und Separation der Hufen wurde durchgeführt.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , ,

1815: Auswanderung in andere Staaten des Deutschen Bundes wurde gestattet.

Diese Verordnung vom 6. Juni war eine unmittelbare Folge des Beitritt Mecklenburgs zum Deutschen Bund. Mecklenburg musste seine Rechtsnormen den meist fortschrittlicheren Standards des Bundes anpassen. Dies wurde zu einem langwierigen Prozess, bei dem sich das Land seine sprichwörtliche Rückständigkeit bis weit in das 20. Jahrhundert bewahren konnte.

Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1807: Reitvorführungen in Reddelich

Für den 10. August 1807 ist in der Chronik des Doberaner Rennverein e. V. von 1822 für diesen Tag vermerkt:
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Letzte Änderung: 12. November 2016; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1806 – 1813: Napoleonische Zeit und Befreiungskriege

Mecklenburg war während der napoleonischen Ära häufig Kriegsschauplatz. Die französischen Truppen plünderten und zerstörten Häuser in den Dörfern und drangsalierten die Bevölkerung.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1802: Abschaffung der Prügelstrafe in Mecklenburg

Für die herzoglichen Untertanen, auch in Reddelich und Brodhagen, war dieses Gesetz sicher um vieles bedeutsamer als die x. Hauptlandesteilung oder Ähnliches. Bedeutete es doch das Ende einer erniedrigenden Prozedur.

Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1798 Herzogliche Anordnung zur Forcierung der Branntkalkproduktion

Das Domanialamt Doberan wurde angewiesen, für eine Steigerung der Brantkalkproduktion zu sorgen.
Für herzogliche Bauvorhaben in Doberan und Heiligendamm wurden große Mengen an Baumaterial benötigt.
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Letzte Änderung: 25. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1797: Herzogliche Anordnung zur Dacheindeckung mit Ziegeln

Wegen der Brandgefahr durch Funkenflug wurde verfügt, dass die Dächer nicht mehr mit Stroh oder Reet gedeckt werden durften, sondern nur noch mit Dachziegeln.

Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1794: Veröffentlichung der „Schmettauschen Generalkarte von Mecklenburg

1794 veröffentlichte Friedrich Wilhelm Karl von Schmettau eine Generalkarte Mecklenburgs im Maßstab 1 : 225.000.
Diese gilt als erste exakt vermessene Karte von Mecklenburg und diente als Grundlage für viele später erschienene Landkarten. Grundlage für seine Arbeit war wiederum das Werk von Carl Friedrich von Wiebeking, Architekt, Wasserbau-Ingenieur und Landvermesser. Redaktionsschluss, und somit der Referenzzeitraum des Kartenwerks, war um 1787.
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Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1792: Brodhäger Hauswirte erhielten einen Pachtvertrag für 21 Jahre

Die Hauswirte von Brodhagen wurden von den Naturaldiensten befreit und erhielten einen Pachtvertrag von 1792 bis 1813.
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Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1792: Verbot der Auswanderung nach Amerika

In seiner Verzweifelung sah der Herzog, am 18. Mai, wohl keine andere Möglichkeit mehr, dem massenhaften Exodus seiner Bevölkerung zu begegnen. Es gab allerdings auch herzogliche Beamte, die eine deutliche Verbesserung der Lebensverhältnisse im Land für den praktikabeleren Weg ansahen.

Letzte Änderung: 28. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1790: Abschaffung der Frondienste im Domanium

In den Dörfern desDomaniums wurden die Frondienste abgeschafft und die Hand- und Spanndienste durch Zahlung von Dienstgeld ersetzt. Das führte zu einer Entlastung für die Bauernwirtschaften.
Die Dorfschaften Reddelich, Brodhagen und Steffenshagen schlossen mit den Domänen Vorderbollhagen, Brodhagen und Steffenshagen einen Kontrakt über die Ersatzzahlungen für die Hand- und Spanndienste.

Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1789 – 1803: Französische Revolution

Durch eine erhöhte Nachfrage in Frankreich – bedingt durch Missernten und die Koalitionskriege – wurden von den Landwirten und Kaufleuten Getreide, Fleisch, Butter und Kartoffeln mit hohen Gewinnen exportiert. Dadurch war die Versorgung der eigenen Bevölkerung gefährdet, was zu Unruhen – so genannten Butterrevolutionen – in den Städten führte. Der Herzog musste mit Ausfuhrverboten eingreifen.

Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1771: Erlass einer Herzoglichen Schulordnung mit Schulpflicht

1771 Herzogliche Schulordnung mit Schulpflicht
Im Domanium erließ Herzog Friedrich ein Herzoglich Mecklenburgisches Reglement für sämtliche Schulen auf dem Lande.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1769: Verbot der Folter in Mecklenburg

Dieser, auf den ersten Blick unscheinbare Chronikeitrag, verweist auf eine bedeutsame Zeitmarke für das Rechtswesen des Landes.

Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1768 ordnete Herzog Friedrich an, Listen der Leibeigenen in den Ämtern anzufertigen.

Aus diesen sollen die Bauernstellen und die zugehörigen Untertanen/Leibeigenen hervorgehen. Die Kontrolle über ihre Leibeigenen wurde für die Grundherren zunehmend zu einem Problem, das vorerst administrativ gelöst werden sollte.
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Letzte Änderung: 10. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1765: Beschwerde der Reddelicher Hauswirte

Auch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war das Verhältnis zwischen den Reddelicher Bauern und dem Gutspächter von Vorderbollhagen spannungsgeladen.
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Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1756 – 1763: Siebenjähriger Krieg

Preußen kämpfte im Siebenjährigen Krieg gegen eine Koalition von Österreich, Russland, Frankreich und Schweden.
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Letzte Änderung: 24. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: ,

1755: Landesgrundgesetzlicher Erbvergleich

Der Landesgrundgesetzliche Erbvergleich, vom 18. April, bildete mit 25 Artikeln und 530 Paragraphen das ständische Grundgesetz Mecklenburgs.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1753: erstes Büdnerei-Patent in Mecklenburg

Das erste Patent zur Neuansiedlung von Büdnereien wurde am 14. März erlassen und regelte die Einrichtung von Büdnereien im Domanium, um die Menschen an Haus und Scholle zu binden und der zunehmend zum Problem gewordenen Auswanderung entgegenzuwirken.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1751: Bittschrift der Brodhäger Cossatenwitwe Levetzow

1751 Der Kossate Jochim Levetzow aus Brodhagen verstarb.
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1751: Aktualisierung des Beichtkinderverzeichnisses

Das Jahr 1751 ist eine Zeitmarke, die in diversen Chroniken der Region sehr oft auftaucht. In dem Jahr, wie auch bereits 1704, ließ die Kirche von ihren Pastoren sogenannte Beichtkinderverzeichnisse erstellen. Dies geschah im Rahmen der Verantwortlichkeit der Kirchenämter für das Standeswesen. Da in diesen Jahren wohl so ziemlich alle Einwohner Mecklenburgs, zumindest im ländlichen Raum, christlich getauft und konfirmiert waren, sind diese Verzeichnisse wie Einwohnerlisten zu sehen. Reddelich und Brodhagen gehörten zum Kirchspiel Steffenshagen.
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Letzte Änderung: 18. Januar 2015; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , , ,

1750: Regulierung der Feldmark von Reddelich

Um das Hofland von Vorderbollhagen abzurunden, wurden den Bauern von Reddelich 1778 Quadratruten Brodhäger Wiesen genommen und dem Hofe Vorderbollhagen zugelegt.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1746: Streit um Dienste Reddelicher Bauern für den Hof Vorderbollhagen

Die Bauern im Domanium, so auch die Reddelicher, waren verpflichtet auf den umliegenden Domänen Vorderbollhagen, Jennewitz und Brusow Hand- und Spanndienste zu leisten. Rechtliche Grundlage dazu war die Hofdienstordnung von 1704 (siehe ebenda).
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1726 Landesvermessung

Der älteste Bezug auf eine Flurkarte von Gemeindegebiet ist aus einer Vermessung von 1726 und stammt aus einer Chronikensammlung von 1947.
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Letzte Änderung: 2. März 2014; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1704: Erlass einer „Mecklenburgischen Hofdienstordnung“

In dieser wurden erstmalig die Dienste der herzoglichen Bauern einheitlich geregelt.
In ihr heißt es: » …Kornfuhren, Fuhren zum Bau auf dem Hof, Saatkornfuhren auf die Äcker, Eggen, Säen, Mist ausbringen, Mähen, Wolle scheren und Flachs schwingen. Die Frauen müssen […] Hede spinnen. Außerdem wird im Winter Brennholz […] geschlagen. «
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges hatte der Umfang der Frondienste stark zugenommen und belastete die Bauern immer stärker, so dass sie oft ihre eigene Wirtschaft vernachlässigen mussten.

Letzte Änderung: 23. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1704: Beichtkinderverzeichnis von „Reddelig“ und Brodhagen

Das Beichtkinderverzeichnis aus dem Jahr 1704 wurde von Pastor Stephanus Sehuse aus Stephanshagen verfasst und bestätigt, unter anderen, durch den Kirchenjuraten (Kirchenvorstandsmitglied) Hans Bade (70) aus Reddelig.
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Letzte Änderung: 23. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , ,

1702: Erlass einer Schulzen- und Bauernordnung

Die Schulzen– und Bauernordnung vom 1. Juli schrieb Regeln für das Zusammenleben und Wirtschaften in den Dörfern vor. So regelte die Ordnung das Verhalten bei Feierlichkeiten, die Feldbestellung, die Viehhaltung, die Gartenbestellung, den Hausbau, die Vermeidung von Feuergefahr und gab allgemeine Verhaltensweisen vor. Die Schulzen wurden vom Amt eingesetzt und hatten über die Hauswirte des Dorfes, über die Schulmeister und Mühlen Aufsicht zu führen. Sie sollten darauf achten, dass die Bauern nicht fluchen, Gott lästern, Ehebruch und Hurerei treiben. Die Schulzen hatten über Abgaben der Bauern Buch zu führen. Die Bauern mussten regelmäßig zu Hofe gehen und die Dienstordnung einhalten, Spann- und Handdienste auf den Pachthöfen leisten bzw. den Kornzehnten an die Pächter zahlen.

Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1701: Dritte Hauptlandesteilung

Die Dritte Hauptlandesteilung erfolgte am 3. März durch den „Hamburger Vergleich“ in Mecklenburg–Schwerin und Mecklenburg–Strelitz (mit Herrschaft Stargard und Fürstentum Ratzeburg, das vormalige Bistum Ratzeburg). Für beide Herzogtümer gab es gemeinsame Gerichte, Landtage und die Union der Landstände.

Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1700 – 1721: Nordischer Krieg

Im Jahr 1701 lebten in Mecklenburg-Schwerin etwa 100.000, in Mecklenburg–Strelitz 30.000 Einwohner.
Im Nordischen Krieg kämpften auf mecklenburgischem Territorium Schweden gegen Preußen, Dänen, Sachsen und Russen. Plünderungen durch Kriegsparteien waren an der Tagesordnung.
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Letzte Änderung: 23. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1688: Edikt gegen die Hexenprozesse

Das Verbot von Hexenprozessen durch Herzog Christian Ludwig wurde nicht überall befolgt. Trina Schlorff, geborene Tielemanns, ist die letzte Hexe in Mecklenburg, die am 28. April 1697 in Hastorf auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Margarete Gensicke aus Hohenfelde war am 20. Juli 1336 das erste Opfer.

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1674 – 1675: Brandenburgisch–Schwedischer Krieg

Truppendurchzüge führten erneut zu großen Kriegsbelastungen. Nach der Schlacht bei Fehrbellin im Jahr 1675 wurde der Kriegsschauplatz nach Mecklenburg verlagert.

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1670: Vorschrift „wegen der Fuhren und Handdienste“

In dieser Vorschrift vom 23. Oktober wurde festgelegt, dass die Grundherren von den Bauern bei 10 Reichstalern Strafe nur absolut notwendige Dienste fordern durften. In der Ernte und während der Feldbestellung sollte der Bauer von Fuhren und Handdiensten verschont bleiben. Er durfte aber angewiesene Dienste nicht verweigern.

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1658: Schwedisch–Polnischer Krieg

Die kriegerische Belastung durch den Schwedisch-Polnischen Krieg war wie im Dreißigjährigen Krieg sehr hoch. Der Zug der Truppen des Königs Karl von Schweden und der Streitmacht des polnischen Königs nach Holstein brachte Reddelich ohne Zweifel unerhörte hohe Belastungen. Die gegen Schweden verbündeten Kaiserlichen, Brandenburger und Polen marschierten mit 30.000 Soldaten in Mecklenburg ein. Bis zum Frieden von Oliva im Jahr 1660 wütete die Soldateska im Lande.

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1654: Erweiterung der Gesindeordnung

Mit Wirkung vom 14. November wurde die 1646 erlassene mecklenburger Gesindeordnung restriktiv erweitert. Die verkündete Gesinde – Tagelöhner – Baur – Schäfer – Tax- und Victualordnung regelte die schlimmste Form der bäuerlichen Unterdrückung. Die Leibeigenschaft und die Erbuntertänigkeit wurden damit gesetzlich festgelegt.
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1653: Hexenprozess in Reddelich

Tine Klöcking wurde in Reddelich als Hexe verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

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1637: Einfall der kaiserlichen Truppen in das Amt Doberan

Zu diesem, auf den 5. Oktober datierten Ereignis sind Einzelheiten noch zu recherchieren.

Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: 

1627 – 1631 eroberten Wallensteins Truppen Mecklenburg.

Mecklenburg wurde durch Truppen von Wallenstein besetzt. Im Januar 1628 belehnte der Kaiser Wallenstein mit Mecklenburg als Entschädigung für die entstandenen Kriegskosten. Güstrow wurde seine Residenzstadt.
1631 rückten Truppen des König Gustav II. Adolf von Schweden in Mecklenburg ein. Die vertriebenen mecklenburgischen Herzöge wurden wieder eingesetzt.

Letzte Änderung: 23. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: ,

1621: Zweite mecklenburgische Hauptlandesteilung

Die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg Güstrow (bis 1695) entstanden. Ein gemeinsamer Landtag wurde abwechselnd in Sternberg und Malchin durchgeführt.
Nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Herzögen und den Landständen stimmten letztere der Landesteilung zu. Sie übernahmen die Zahlung von einer Million Gulden zur Tilgung der landesherrschaftlichen Schulden. Diese Schuldentilgung erfolgte nicht aus ihren privaten Mitteln, sondern durch eine von ihnen bewilligte allgemeine Steuer. Das belastete natürlich auch die Bewohner von Reddelich und Brodhagen. Bestätigt wurde die weitere Steuerfreiheit für die ritterschaftlichen Güter. Anerkannt wurden nur die gewöhnliche Landbede und die Fräuleinsteuer (Steuer zur Finanzierung der Mitgift der Prinzessinnen). Der so genannte Engere Ausschuss aus der Ritter- und Landschaft wurde gebildet. Er kümmerte sich um die Tilgung der Schulden der Landesherren. Darüber hinaus wurde er zu einer Art Nebenregierung, die verstärkt Einfluss auf die gesamte Politik im Lande nahm.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1621: mecklenburgische Reversalen wurden erlassen

Diese Reversalen erlaubten es, dass die Bauernstellen durch den Gutsherren gekündigt werden konnten, wenn die Bauern ihren Besitz nicht urkundlich nachweisen konnten.

Letzte Änderung: 23. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1618 – 1648: Dreißigjähriger Krieg

Durch den Dreißigjährigen Krieg wurden große Zerstörungen und hohe Menschenopfer in Mecklenburg verzeichnet. Die Reddelicher Bauern hatten durch die Truppendurchzüge, Einquartierungen und Abgaben besonders zu leiden, da das Dorf an der Heerstraße zwischen Rostock und Wismar lag.
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Letzte Änderung: 23. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: ,

1611: Entdeckung des Kalkvorkommens in Brodhagen und Errichtung einer Kalbrennerei

Einzelheiten im Artikel: Die Geschichte der Kalkbrennerei in Brodhagen

Letzte Änderung: 25. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1572 wurde eine Mecklenburgische Polizei- und Landordnung erlassen.

Die Polizei- und Landordnung enthielt Ausführungen über Dienstboten, Gesinde, Reisigknechte, Arbeiter und Tagelöhner. Es wurde festgelegt, dass Personen, die durch Wahrsagung und Zauberei anderen Schaden zufügten, durch das Feuer bestraft werden sollten (Hexenverbrennung). Unliebsame Menschen wurden häufig als Hexen und Zauberer angeklagt und erlitten den Tod. Diese Hexenverfolgung wurde sehr oft durch Gutachten der juristischen Fakultäten der Universitäten Rostock und Greifswald abgesegnet.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1552: Säkularisation des Doberaner Klosters

Der Klosterbesitz von Doberan wurde am 7. März in das herrschaftliche Domanium einverleibt. In Doberan wurde ein herzogliches Domanialamt eingerichtet. Der herzogliche Hauptmann Jürgen Rathenow war der erste Verwalter des ehemaligen Klosterbesitzes.
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Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,