Die Geschichte der Einwohner Reddelichs in ihrem Arbeits- und Wohnumfeld

Nachfolgend bieten wir die Geschichte von Reddelicher Bauernhöfen, der Molkerei, dem Bahnhof, der Schule und der Häuslereien. Deren Geschichte war immer auch die Geschichte der Bewohner. Anders als heute arbeiteten die Menschen auf dem Lande früher meist in ihrem Wohnumfeld. Lohnarbeit außerhalb des Heimatdorfes als Normalfall, ist ein, historisch gesehen, sehr junges soziales Experiment der Gesellschaft mit völlig ungewissem Ausgang.
Durch die Darstellung der Geschichte der Dorfbewohner versuchen wir ein Bild über deren Lebensweise zu zeichnen. Inwieweit Vorurteile und Klischees über das Leben in mecklenburgischen Dörfern ihre Berechtigung haben, muss jeder für sich entscheiden.
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Letzte Änderung: 1. September 2014; Kapitel: Die Geschichte Reddelichs; Schlagwörter: , , , , , ,

Die Geschichte der Reddelicher Hufen

Die Hufen, im Sinne von Bauernhöfen, sind die wirtschaftliche Basis Reddelichs. Über mehrere Jahrhunderte waren die sie auch die soziale Struktur Reddelichs. Mehrere, sozial gleichrangige, Hüfner waren sozusagen die Elite des Dorfes und konnten einen entsprechenden Stolz entwickeln.

Wie die wendischen Bewohner Raducles vor der deutschen Kolonialisation wirtschaftlich organisiert waren, wissen wir nicht. Als gesichert dürfte jedoch gelten, dass in Raducle lange vor den Doberaner Mönchen Landwirtschaft betrieben wurde.
Mit der Übertragung der Grundherrschaft an das Doberaner Kloster wurde die deutsche Hufenverfassung auch in Raducle Rechtsgrundlage der Landwirtschaft.
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Letzte Änderung: 16. Januar 2014; Kapitel: Die Hufen; Schlagwörter: , , , ,

2009: Kommunalwahl

Erhard Rünger wurde auf dieser Wahl im Juni mit 57,4 % zum Bürgermeister wiedergewählt.
Es wurden 1327 Stimmen abgegeben, die alle gültig waren. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 64,44 %. Die Gemeindevertretung wurde wie folgt gewählt:
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Letzte Änderung: 17. März 2014; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

2006: Erhard Rünger wurde Bürgermeister

In einer Stichwahl im April wurde Erhard Rünger erneut zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt. Nachdem keiner der Kandidaten der außerordentlichen Bürgermeisterwahl im März 2006 die absolute Mehrheit erreichte wurde die Stichwahl erforderlich. Die OZ berichtete über die Wahl:
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Letzte Änderung: 1. Juni 2015; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

2006: Großprojekt der Bahn in Reddelich

Mit der Schließung des Bahnübergangs an der Glashäger Straße zog die Deutsche Bahn AG 2006 ein Millionenprojekt durch. Für die Gemeinde wurde dies zu einem Lehrstück verpatzter Möglichkeiten.
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Letzte Änderung: 30. Mai 2015; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

2005: Rücktritt des Bürgermeisters

Der Bürgermeister der Gemeinde, Gerd Zickert, trat im Dezember aus persönlichen Gründen vom Amt zurück.
Damit wurde sein Stellvertreter Andreas Elmer, der das Amt kommissarisch bis zur Neuwahl ausübte, zum jüngsten Bürgermeister in Mecklenburg-Vorpommern.
Die OZ berichtete über die Folgen des Rücktritts:
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Letzte Änderung: 17. November 2016; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

2004: Gründung einer Wählergemeinschaft

Vier junge Reddelicher gründeten im März die Wählergemeinschaft Frischer Wind für Reddelich und Brodhagen. Der Name ist Programm. Ziel der Wählergemeinschaft war, durch eigene Kandidaten in der Gemeindevertretung, die Interessen junger Gemeindemitglieder besser durchzusetzen.
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Letzte Änderung: 30. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1999: Kommunalwahl

Erhard Rünger wurde, ohne Gegenkandidat, als Bürgermeister bestätigt.

Letzte Änderung: 28. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1995: Erhard Rünger wurde Bürgermeister

Nach dem Rücktritt von Detlef Schütt wählten die Gemeindevertreter am 3. Januar Erhard Rünger zu neuen Bürgermeister.

Letzte Änderung: 30. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1994: Kommunalwahl

Am 12. Juni wurde eine neue Gemeindevertretung gewählt.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1963: Erstellung eines Ortsentwicklungsplanes für Reddelich

Die Doberaner Zeitung (DZ) brachte im Januar 1963 eine recht umfangreiche Dokumentation über eine Initiative der Gemeinde Reddelich heraus.
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Letzte Änderung: 3. Januar 2015; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1925: SPD Veranstaltung in Reddelich

Dazu existiert bisher lediglich ein Foto aus dem Archiv von Sven Morwinsky, in dem auch das Kürzel: »D.B.V.« verwendet wurde. Näheres zu der Veranstaltung, mit annähernd 100 Teilnehmern, konnte noch nicht eruiert werden.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1919: Gründung des Freistaates Mecklenburg-Schwerin.

Dieser lapidar klingende Eintrag bedeutete im Grunde nichts anderes, als das Ende eines tausendjährigen Reiches – der Monarchie Mecklenburg.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1907: Reichstagswahl im Januar

Die Reddelicher Wahlergebnisse: 44 Stimmen für den Kandidaten Dr. Herzfeld (sozialdemokratisch), 18 Stimmen für den Kandidaten Fischer (liberal), 10 Stimmen für den Kandidaten Linck (national).

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1874: Ratifizierung des Reichszivilstandsgesetzes in Mecklenburg

Das Reichszivilstandsgesetz schrieb die bürgerliche Ehe und die Glaubensfreiheit vor.
Die Trennung von Kirche und Staat wurde in Mecklenburg durch Verordnungen untergraben. So blieb die Schulaufsicht bis 1918 in der geistlichen Hand der protestantischen Kirche.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1874: Einführung von Gemeindeordnungen in Reddelich und Brodhagen

Mit Einführung der Gemeindeordnungen am 1. Juli, wurden Reddelich, Dorf Brodhagen wie auch Hof Brodhagen eigenständige Gemeinden.
Die Einführung der Gemeindeordnungen waren Vorraussetzung für die Vererbpachtung der Bauernhufen. Die Gemeindeschulzen wurden weiterhin vom Domanialamt eingesetzt.
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Letzte Änderung: 15. März 2014; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1871: Einführung der Gemeindeordnungen in Mecklenburg.

Als Voraussetzung für die geplante Vererbpachtung der Bauernhöfe erhielten die Dörfer im Domanium Gemeindeordnungen. Die bislang direkt von den Domanialämtern verwalteten Orte, wurden relativ selbstständige Gemeinden.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1871: Gründung des Deutschen Reiches

Es entstand ein Bundesstaat, der von Preußen dominiert wurde. Mecklenburg blieb auf dem Gebiet der Innenpolitik relativ selbstständig. Die Wirtschaftspolitik, in der die Landwirtschaft vorherrschte, oblag vollkommen dem Land. Die Schulverwaltung mit der protestantischen geistlichen Schulaufsicht bis 1918 war ebenfalls Ländersache.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1868: Beitritt Mecklenburgs zum Deutschen Zollverein

Die Konsequenzen für Reddelich und Brodhagen müssen noch recherchiert werden.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1867: Verfassung des Norddeutschen Bundes trat am 25. Juni in Kraft.

In Folge dessen, musste Mecklenburg seine Rechtsnormen dem fortschrittlicheren Standard des Bundes anpassen.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1860: Anordnung zur schnellen Vererbpachtung

Das Finanzministerium erließ am 20. April eine Anordnung zur schnellen Vererbpachtung der domanialen Bauernhöfe. Die Vererbpachtung sollte Dorfschaftsweise erfolgen. Ziel dieses Erlasses war die Schaffung eines unabhängigen Bauernstandes als sichere Grundlage für eine intensive Wirtschaftsführung auf dem Lande. Bis ende des Jahres waren 1272 Bauern in Mecklenburg Erbpächter und 4128 Zeitpächter. Bis zum Jahre 1875 war die Vererbpachtung im gesamten Domanium abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der Vererbpachtung entstanden die Dorfgemeinden.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , , , ,

1848: Bürgerliche Revolution in Deutschland

In Mecklenburg wurden einige demokratische Freiheiten eingeführt, wie die Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung. Eine Repräsentativverfassung wurde verabschiedet. In Aktionen auf dem Lande wurden das freie bäuerliche Eigentum, die Reduzierung des Großgrundbesitzes und die Abgabe von Land an die Landarbeiter gefordert.
1850 wurden viele Errungenschaften durch den „Freienwalder Schiedsspruch“ wieder rückgängig gemacht.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1820: Gesetz zur Aufhebung der Leibeigenschaft in Mecklenburg

Mit diesem Gesetz vom 18. Januar wurde eine längst überfällige Reform auch in Mecklenburg umgesetzt. Sie zog einen Wust an neuen Gesetzen und Regelungen im Land nach sich. Die Umsetzung wurde zu einem längeren Prozess, der sich über mehrere Jahre hinzog.
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Letzte Änderung: 11. Dezember 1820; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1820: Gesetz zur Aufhebung der Leibeigenschaft in Mecklenburg

Mit diesem Gesetz vom 18. Januar wurde eine längst überfällige Reform auch in Mecklenburg umgesetzt. Sie zog einen Wust an neuen Gesetzen und Regelungen im Land nach sich. Die Umsetzung wurde zu einem längeren Prozess, der sich über mehrere Jahre hinzog.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , , ,

1815: Auswanderung in andere Staaten des Deutschen Bundes wurde gestattet.

Diese Verordnung vom 6. Juni war eine unmittelbare Folge des Beitritt Mecklenburgs zum Deutschen Bund. Mecklenburg musste seine Rechtsnormen den meist fortschrittlicheren Standards des Bundes anpassen. Dies wurde zu einem langwierigen Prozess, bei dem sich das Land seine sprichwörtliche Rückständigkeit bis weit in das 20. Jahrhundert bewahren konnte.

Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1806 – 1813: Napoleonische Zeit und Befreiungskriege

Mecklenburg war während der napoleonischen Ära häufig Kriegsschauplatz. Die französischen Truppen plünderten und zerstörten Häuser in den Dörfern und drangsalierten die Bevölkerung.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1771: Erlass einer Herzoglichen Schulordnung mit Schulpflicht

1771 Herzogliche Schulordnung mit Schulpflicht
Im Domanium erließ Herzog Friedrich ein Herzoglich Mecklenburgisches Reglement für sämtliche Schulen auf dem Lande.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1755: Landesgrundgesetzlicher Erbvergleich

Der Landesgrundgesetzliche Erbvergleich, vom 18. April, bildete mit 25 Artikeln und 530 Paragraphen das ständische Grundgesetz Mecklenburgs.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1753: erstes Büdnerei-Patent in Mecklenburg

Das erste Patent zur Neuansiedlung von Büdnereien wurde am 14. März erlassen und regelte die Einrichtung von Büdnereien im Domanium, um die Menschen an Haus und Scholle zu binden und der zunehmend zum Problem gewordenen Auswanderung entgegenzuwirken.
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Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1701: Dritte Hauptlandesteilung

Die Dritte Hauptlandesteilung erfolgte am 3. März durch den „Hamburger Vergleich“ in Mecklenburg–Schwerin und Mecklenburg–Strelitz (mit Herrschaft Stargard und Fürstentum Ratzeburg, das vormalige Bistum Ratzeburg). Für beide Herzogtümer gab es gemeinsame Gerichte, Landtage und die Union der Landstände.

Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1621: Zweite mecklenburgische Hauptlandesteilung

Die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg Güstrow (bis 1695) entstanden. Ein gemeinsamer Landtag wurde abwechselnd in Sternberg und Malchin durchgeführt.
Nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Herzögen und den Landständen stimmten letztere der Landesteilung zu. Sie übernahmen die Zahlung von einer Million Gulden zur Tilgung der landesherrschaftlichen Schulden. Diese Schuldentilgung erfolgte nicht aus ihren privaten Mitteln, sondern durch eine von ihnen bewilligte allgemeine Steuer. Das belastete natürlich auch die Bewohner von Reddelich und Brodhagen. Bestätigt wurde die weitere Steuerfreiheit für die ritterschaftlichen Güter. Anerkannt wurden nur die gewöhnliche Landbede und die Fräuleinsteuer (Steuer zur Finanzierung der Mitgift der Prinzessinnen). Der so genannte Engere Ausschuss aus der Ritter- und Landschaft wurde gebildet. Er kümmerte sich um die Tilgung der Schulden der Landesherren. Darüber hinaus wurde er zu einer Art Nebenregierung, die verstärkt Einfluss auf die gesamte Politik im Lande nahm.

Letzte Änderung: 27. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , ,

1572 wurde eine Mecklenburgische Polizei- und Landordnung erlassen.

Die Polizei- und Landordnung enthielt Ausführungen über Dienstboten, Gesinde, Reisigknechte, Arbeiter und Tagelöhner. Es wurde festgelegt, dass Personen, die durch Wahrsagung und Zauberei anderen Schaden zufügten, durch das Feuer bestraft werden sollten (Hexenverbrennung). Unliebsame Menschen wurden häufig als Hexen und Zauberer angeklagt und erlitten den Tod. Diese Hexenverfolgung wurde sehr oft durch Gutachten der juristischen Fakultäten der Universitäten Rostock und Greifswald abgesegnet.

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1552: Säkularisation des Doberaner Klosters

Der Klosterbesitz von Doberan wurde am 7. März in das herrschaftliche Domanium einverleibt. In Doberan wurde ein herzogliches Domanialamt eingerichtet. Der herzogliche Hauptmann Jürgen Rathenow war der erste Verwalter des ehemaligen Klosterbesitzes.
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Letzte Änderung: 29. Dezember 2013; Kapitel: Ereignischronik; Schlagwörter: , , ,

1549 beschloss der Mecklenburgische Landtag in Sternberg die Verbindlichkeit des evangelischen Glaubens für alle Mecklenburger.

Eine Landeskirche auf evangelischer Basis, die unter der Leitung der Herzöge stand, wurde geschaffen. Die Landstände erhielten das Recht der Steuerbewilligung und beteiligten sich an der Gesetzgebung und der Rechtssprechung. Es erfolgte eine regionale Gliederung der Stände in die Kreise: Mecklenburgischer, mit Sitz in Parchim; Wendischer, mit Sitz in Güstrow und Stargardischer, mit Sitz in Neubrandenburg. Das Bauernlegen begann. Freie Bauern wurden zu Leibeigenen, zu Knechten und Tagelöhnern. Ohne Erlaubnis durften sie das Gut nicht verlassen, nicht heiraten und und hatten keine freie Berufswahl.

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1523: Bildung einer Union der Landstände

Sie war ein Zusammenschluss der hohen Geistlichkeit, des Adels und der Städte gegen die Teilungsabsichten von Herzog Albrecht. Diese Union stellte eine Machtdemonstration der Stände, besonders der 170 Adelsgeschlechter, gegenüber den Landesherren dar. Hiermit begann die Schaffung einer landständischen Verfassung in Mecklenburg.

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1516: erste Mecklenburgische Polizeiordnung als Landesgesetz

Mit Hilfe dieser Verordnung, vom 10. Dezember wurden die Zentralisierungsbestrebungen und somit die Landeshoheit durch die Herzöge gestärkt. Geregelt wurden die Handelsbeziehungen zwischen Bürgern und Bauern. Die Gerichtsbarkeit der Geistlichkeit wurde zurückgedrängt. Vorschriften über den Häuserbau und zur Bekämpfung von Feuer wurden erlassen.

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1363: Mecklenburgischer Herzog erlangte die schwedische Krone.

Was dies für Reddelich und Brodhagen bedeutet, gilt es noch zu eruieren.

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1348: Mecklenburg wurde unter dem Kaiser Karl IV. erbliches, unmittelbares Reichslehen.

Die Landesherren wurden reichsunmittelbare Herzöge.

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1229: Erste mecklenburgische Hauptlandesteilung

Die erste mecklenburgische Hauptlandesteilung fand zwischen den vier Enkeln Heinrich Borwins I. statt. Sie führte zu den vier Herrschaften Mecklenburg, Rostock (erlischt 1314), Werle (erlischt 1436) und Parchim (bis 1256). Neben diesen Herrschaften bestanden noch die Grafschaften Ratzeburg, Schwerin und Dannenberg sowie die Bistümer Ratzeburg und Schwerin.
Die slawische Sprache starb bis Mitte des 15. Jahrhunderts aus. Es bildeten sich die Familiennamen.

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